NIKO BAYER - PICTURE ART WORKER
LIFTING THE LIMITS BETWEEN PAINTING AND PHOTOGRAPHY

Eine kleine Farb-Psychologie - Wie wirken Farben?









Welche Wirkung hat die Farbe? Welche Symbolik wird damit verbunden? Welcher Hintergrund ist interessant - geschichtlich, psychologisch, sprachlich? Wie wirkt sie in Räumen, an Fahrzeugen und an Kleidung?

Die Wirkung hängt im Einzelfall ab von Mischungen mit anderen Farben, vom Umgebungslicht, von benachbarten Farben und Formen, von Material und Oberfläche des Farbträgers und von den Erfahrungen, dem kulturellen Hintergrund und den Stimmungen des Betrachters - und von der Einstellung Ihres Monitors.

000000000000000000000000000000000000000000000000 

 


Wie wirkt es sich aus, wenn es ein Zuviel oder ein Zuwenig von dieser Farbe gibt?

Einen Ausgleich schaffen Sie zum Beispiel durch entsprechend farbige Bilder, Blumen, Teppiche, Vorhänge, Bettwäsche, Kleidung, farbige Glühbirnen/LEDs und Kissenbezüge. Betrachten Sie einen farbigen Bogen Papier. Nehmen Sie im Sommer auch hin und wieder die Sonnenbrille ab (außer im Hochgebirge und an der Küste). Sogar Getränke und Speisen können Sie nach benötigten Farben zusammenstellen.

 


Magenta










Magenta vermittelt Urvertrauen und mediale Fähigkeiten.

Magenta steht für reiches Gefühlsleben, für soziales Engagement und spirituelle Energie - hat aber auch etwas von Snobismus, Arroganz und Dominanz.

In der Natur erleben wir Magenta hauptsächlich als Farbe von Blüten.

Die Deutsche Telekom AG hat die Farbe Magenta (RAL-4010) als Farbmarke registrieren lassen. Auch die Hörer an Telefonzellen sind magenta.

Je nach Technik der Farbmischung handelt sich um das reine Rot, das weder Gelb noch Blau enthält (subtraktiven Farbmischung) oder Magenta entsteht durch die Mischung von Rot und Blau (additive Farbmischung).

Bei Kleidung wirkt Magenta aktivierend wie Rot.

In der Mode wird es auch Pink genannt (intensiver als Rosa). Man könnte es auch als helles Purpur bezeichnen.

 



Magenta steht auch für die Gefahr des Verausgabens, Energiereserven könnten frühzeitig aufgebraucht werden.

Wenn diese Farbe bei Ihnen oft auftaucht, sollten Sie mit Ihrer Kraft haushalten und darauf achten, sich nicht zu überfordern und zu vielen Reizen auszusetzen.

 

 


Rot



Rot stärkt Ihren Willen und Ihre Kraft.

Rot ist die wärmste Farbe, weckt Energien und regt an. Sie steht für Aktivität, Lebenskraft und wird im weitesten Sinne mit Liebe, Blut, Feuer und Leidenschaft verbunden - noch brennender als Orange.

Rot ist eine männliche Farbe - als Farbe der Kraft und der Aggressivität. Es ist der Gegenpol zum passiven, sanften Blau und zum unschuldigen Weiß.

Wenn einem das Blut in Wallungen gerät, man einen roten Kopf bekommt, wenn man dann auch noch rot sieht, wird es gefährlich.

Dem Kriegsgott Mars war die Farbe Rot geweiht; der Mars ist der rote Planet. Mit roter Tinte wurden im Mittelalter Todesurteile unterschrieben. Der Henker trug Rot. Noch heute tragen hohe Richter rote Talare.

Im alten Ägypten war Rot das Symbol für böse und zerstörerisch, bedrohlich wie die Gluthitze der Wüste.

Es ist die erste Farbe, der der Mensch einen Namen gab, die älteste Farbbezeichnung in den Sprachen der Welt.

Rot ist die häufigste Farbe in Flaggen. Rote Fahnen sieht man besser. Ein anderer Grund: Fahnen müssen besonders lichtbeständig sein; früher gab es nur wenige Farbstoffe, die so lichtbeständig waren wie Kermesrot und Krapprot.

Unter der roten Gefahr hat man früher den Einfluss des Kommunismus gefürchtet. Hitler wählte bewusst Rot als Grundfarbe des Hakenkreuzbanners - er brauchte für seine Massenpartei die Sympathien der Arbeiter (Rot als Bezug auf die Arbeiterbewegung).

Kleinen Kindern setzte man ein rotes Mützchen auf, zum Schutz vor Dämonen. In China tragen alle kleinen Kinder Rot - es ist die Glücksfarbe.

Je dunkler das Rot wird, desto mehr steht es für Reife (dunkelroter Wein).

Wer im Straßenverkehr Rot missachtet, macht sich strafbar.

Rot ist die Farbe der Korrektur - bei Schulaufgaben und bei durchgestrichenen Preisen im Geschäft. Wer rote Zahlen schreibt, macht Verlust und muss mit dem Rotstift unnötige Ausgaben streichen.

Der rote Faden, der sich durch etwas hindurch zieht, kommt von der englischen Marine. Diese hatten als Diebstahlschutz in ihre Taue rote Fäden eingewebt. Der übertragene Gebrauch von roter Faden geht von Goethe in den Wahlverwandtschaften aus.

Heute rot, morgen tot meint den unerwarteten Tod eines Menschen, der am Vortag noch rote Wangen vor Lebenskraft hatte.

Wenn dem Fußballclub nach einer Niederlage nur noch die rote Laterne bleibt, bedeutet das den letzten Tabellenplatz (bezieht sich auf ein rotes Schlusslicht an Fahrzeugen).

Wer den roten Hahn aufs Dach gesetzt bekommt, kann über das Feuer sich die Augen rot weinen - vor allem, weil er für die Ruine keinen roten Heller mehr bekommt, wird er sich diesen Tag im Kalender rot anstreichen. Der Brandstifter wird ihm ein rotes Tuch sein. Wenn der erwischt wird, gibt‘s gleich einen Satz rote Ohren.

Dunkelrote Autos wirken schwer und würdig (Alternativfarbe für Leichenwagen - wenn es zum Burgunderton führt). Rote Fahrzeuge werden schneller als blaue erkannt; sind am wenigsten in Unfälle verwickelt. Signalrot wirkt sportlich und frech, feurig - aber auch übertrieben, wenn es nicht gerade ein Ferrari ist. Signalrotfahrer fallen gerne auf und legen es gerne mal auf Zweikämpfe an.

An Kleidung zeigt eine Dominanz von Rot die Suche nach mehr Lebenskraft, steht als Signalfarbe für Dominanz und Leidenschaft.

 


Wenn Rot in Ihrem Leben fehlt, zeigt das vielleicht, dass Sie den Aufregungen des Lebens aus dem Weg gehen.

Es vermittelt ein Defizit an Energie.

Gibt es zu viel Rot, kann das Spannungen erzeugen oder sogar Aggressionen auslösen - entweder regen Sie sich selber oder andere oft auf.

Rot vertreibt schnell Schwächegefühle, Müdigkeit und Lethargie. Gefühle der Minderwertigkeit und mangelnden Durchsetzungsfähigkeit können von Rot vertrieben werden.

 


Rosa

Rosa verbindet ein praktisches Leben mit der Nachsicht des Herzens.

Alle Eigenschaften, die Rosa zugeschrieben werden, gelten als typisch weibliche Eigenschaften. Rosa symbolisiert die Stärken der Schwächen wie Charme und Höflichkeit. Es ist die zweite Farbe der Harmonie und Höflichkeit.

Die leidenschaftlichen Gefühle sind rot. Zu den sanften Gefühlen gehört Rosa. Es ist die Farbe der Zärtlichkeit. Rosa ist das geschwächte Rot und das verschönerte Weiß. Es ist die Mischung aus dem männlichen Rot und dem weiblichen Weiß. Rot ist groß und stark, Rosa klein und zart. Weiß ist kühl, Rosa ist weich und anschmiegsam (wird gerne für Weichspüler-Flaschen genommen).

Das Babyrosa scheint uns so vertraut, als ob es immer bestanden hätte. Tatsächlich entstand der Brauch, Babys farbig anzuziehen, erst um 1920. Dazu kommt, dass dieser Brauch der Farbsymbolik widerspricht. Denn Rot ist eine männliche Farbe, Rosa ist das kleine Rot - müsste also für kleine Jungen stehen. Deshalb trägt das Jesuskind auf vielen Gemälden ein rosarotes Kleid. Nicht nur zur Zeit des Rokoko trugen sogar ältere Männer rosarote Anzüge.

In seiner Wirkung ist Rosa extrem von den umgebenden Farben abhängig. Dasselbe Rosa wirkt neben verschiedenen Farben ganz unterschiedlich. Rosa, selbst eine Mischung aus einer heißen und einer kalten Farbe, symbolisiert die Tugenden des Kompromisses, der Anpassung.

Rosa ist die Bonbonfarbe. Keine andere Farbe passt besser zu Süßspeisen. Süß und mild sind die Geschmackserwartungen bei Rosa. Als Geruch assoziiert man mit Rosa süßlichen und milden Rosenduft.

Im übertragenen Sinn wird das Süße zum Süßlichen: Ein Buch mit rosarotem Umschlag wirkt wie ein Kitschroman. Wer eine rosarote Brille trägt, ist blind für die weniger schönen Seiten - ebenso, wenn etwas in rosarotem Licht gesehen oder rosarot ausgemalt wird.

Rosa fällt besonders auf, wenn es mit Aussagen kombiniert wird, die nicht zu Rosa passen. Man erwartet rosarote Luftballons, rosarote Häschen, rosarote Herzen oder ein rosarotes Schäfchen - so die Klischees. In diesem Fall wäre die Farbe überflüssig; sie wiederholt nur die Aussage des Sujets. Markante Bilder lassen sich kreieren, wenn Rosa entgegen den Erwartungen kombiniert wird: ein rosaroter Kaktus, ein rosaroter Hammer, rosarote Elefanten, ein rosaroter Saurier wäre ebenfalls interessant.

Wie wäre es mit rosafarbenem Zeitungspapier? Unmöglich? Dann sehen Sie sich mal die Financial Times an.

In Kinder- und Schlafzimmern kann Rosa ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln (es müssen ja nicht alle vier Wände damit angestrichen sein).

Rosafarbene Kleidung weist auf die Bereitschaft zu gefühlsbetonten Beziehungen hin - vermittelt aber auch die Suche nach Schutz vor einer derben Umwelt. Ein rosafarbenes Hemd oder Poloshirt kann auch für Männer die Alternative zum ewigen Weiß oder Hellblau sein - gewusst, für wen wann und wo.

 


Wenn Rosa in Ihrem Leben fehlt, fühlen Sie sich vielleicht vernachlässigt oder nicht genügend geschätzt. Wenn Rosa abgelehnt wird, kann das ein Zeichen von Härte sein.

Einen farblichen Ausgleich kann zum Beispiel Rosenquarz schaffen.

Wenn es zu viel Rosa gibt, kann dies eine Neigung zur Sentimentalität, zu kitschigem Geschmack oder einen Verlust der Bodenhaftung signalisieren.

Rosa hilft bei der Besänftigung des Gemüts, erleichtert das Verzeihen, bringt Licht ins Herz und gilt als Lichtfarbe für die Seele.

 

 


Orange

Orange stärkt Ihre Offenheit für etwas Neues und lässt Sie kreative Potenziale nutzen.

Bei Orange geht es um Öffnung, um aktive Ausdehnung und kreative Entfaltung. Sonne und Blut scheinen sich zu mischen; Orange vermittelt inneres Brennen und Dynamik - bis zur Aufregung und Begierde. Orange ist die Kombination aus Licht und Wärme; seine Helligkeit wirkt nicht so grell wie bei Gelb.

In einem Raum fördert Orange jugendliche Tatkraft, wirkt anregend und vermittelt Mut und neue Hoffnung. Orange ist die Farbe des Vergnügens, des Lustigen, der Geselligkeit.

Im Buddhismus ist Orange die Farbe der Erleuchtung; Orange sind die Gewänder der Mönche. Der orangefarbene Goldfisch ist eines der wichtigsten Symbole des Buddhismus.

Orange ist die Nationalfarbe der Niederländer. Es ist die Farbe ihres Königshauses, die Farbe der Oranier. Oranje heißt orange.

Was bei Produkten orange ist, wirkt leicht billig, denn es ist meist aus Plastik.

In der Werbung ist Orange neben Rot die bevorzugte Farbe. Allerdings verbinden die Menschen damit auch gleich Reklame und überblättern eine Anzeigenseite mit orangefarbenen Elementen umso schneller.

Orange ist eher eine modische als eine moderne Farbe; sie vermittelt den Ausdruck des unangenehm Grellen und des manipulierten Geschmacks.

An Kleidung ist es günstig gegen depressive Stimmungen und vermittelt Bereitschaft zur Geselligkeit.

 


Wenn diese Farbe in Ihrem Leben fehlt, probieren Sie ein neues Hobby aus, unternehmen Sie etwas, verreisen Sie.

Wenn es von Orange zu viel gibt, stellt sich die Frage, ob der Ausdehnungswille Substanz hat und sich nicht als Luftblase erweist. Übersteigertes Verlangen wäre die Folge.

Orange hilft bei der Erweckung Ihrer Kreativität. Es bringt mehr Erotik in die Sexualität, vertreibt Depressionen und hilft dabei, Emotionen in geregelte Bahnen zu lenken.

 


Braun

Braun vermittelt Geborgenheit und Erdung.

Braun ist die schöpferische Kraft der Erde, ebenso die Farbe des menschlichen Stuhlgangs. Es ist die Farbe des Rustikalen, sogar der Gemütlichkeit, wenn es um Leder und Holz geht. Gebratenes Fleisch ist braun, Kaffee und Schokolade ebenso. Braun ist gehaltvoll und aromatisch (dunkles Brot).

Dennoch wird Braun kaum als Lieblingsfarbe genannt. Im Mittelalter war die Kleidung der Armen braun. Gefärbte Kleidung war teurer und galt als schöner. Man glaubte, mit dem Färben die Kräfte der Farben zu übertragen. Deshalb wurden fast alle pflanzlichen und tierischen Farbstoffe auch als Arzneimittel eingenommen.

Braun signalisiert innere und äußere Sicherheit.

Braune Fahrzeuge wirken un-dynamisch und bürgerlich (oder können Sie sich einen kleinen braunen Flitzer vorstellen?). Dunkles Orange und Schwarzbraun strahlen dagegen Sicherheit und Wohlgefühl aus.

Braune Kleidung mit ihren unendlich vielen Erdschattierungen gehört in der Damenmode seit Jahren zu den Favoriten. Dominiert der dunkle Anteil, kann es aber auch Unauffälligkeit und Trägheit vermitteln.

 


Wenn es an Braun fehlt, fehlt die stabilisierende Bodenhaftung, es fehlt Gemütlichkeit, vielleicht sogar Geborgenheit.

Wenn es zu viel Braun gibt, gibt es vor lauter Bodenhaftung kein Abheben zu Fantasien und Emotionen mehr - alles wird behaglich zugedeckt; scheint sich zu einem Einerlei zu vermischen.

Braun bringt einen wieder in Verbindung mit seiner Erdung und bewahrt die eigene Natürlichkeit.

 


Gelb

Gelb stärkt Ihre heitere Einstellung und geistige Beweglichkeit.

Gelb steht für schnelle Auffassungsgabe und Weltoffenheit. Attribute wie Licht, Sonne, Erleuchtung, Wärme und Gold werden mit Gelb verbunden. Licht und Leicht sind Eigenschaften von gleichem Charakter. Gelb wird zu Gold, wenn das Schöne, das Wertvolle gemeint ist.

Gelb ist die Farbe der Reife, wenn etwas goldene Früchte trägt und ein goldener Herbst erlebt wird. Das Gelbe vom Ei ist das Beste, das Vorteilhafteste.

In Asien ist Gelb die Farbe der Glückseligkeit, Farbe des Ruhms, der Weisheit, der Harmonie, die Farbe der höchsten Kultur. Gelb war die Hoheitsfarbe des chinesischen Kaisers.

Wer Gelb mag, hat wenig Angst, nutzt seinen Verstand und ist kommunikativ.

Gelb ist aber auch die Farbe der Lüge.

Die historisch geprägte Symbolik ist negativ. Gelb war die Farbe der Geächteten, es blieb die Symbolfarbe der egoistischen Eigenschaften. Der Neid ist gelb, gelb ist die Eifersucht, auch der Geiz ist gelb (immerhin Todsünden in der christlichen Lehre).

In Räumen verbreitet Gelb gute Stimmung und lässt die linke Gehirnhälfte (Intellekt) besser arbeiten; Gedanken werden geordnet. Je gelber das Licht einer Lampe ist, desto natürlicher und schöner erscheint es.

An Fahrzeugen ist Gelb die auffälligste Farbe im Straßenverkehr - damit werden Kleinwagen oder Sportwagen nicht übersehen. Gelb wirkt sportlich und frech. Gelbfahrer sehen die Welt optimistisch; strahlend helles Gelb wird von Fahrern bevorzugt, die auffallen möchten.

An Kleidung vermittelt Gelb eine gewisse Heiterkeit und signalisiert eine klare Denkweise.

 


Wenn diese Farbe in Ihrem Leben selten vorkommt, bleiben Sie auf der Suche nach dem Sinn, auch wenn Ergebnisse noch nicht greifbar sind.

Wenn es von Gelb zu viel gibt, könnte dies ein Zeichen für mangelnde Ausdauer, für unechte Fröhlichkeit und auch Nervosität sein. Der Wunsch nach Anerkennung und die Neigung zur mentalen Überlastung vermitteln sich bei Dominanz von Gelb.

Gelb vertreibt Ängste und Mutlosigkeit, hilft bei der Überwindung von Unlustgefühlen und Niedergeschlagenheit, löst Spannungen und schlechte Laune auf. Gelb macht Lust auf Sex. Sogar gegen Kaufsucht und Geiz soll es helfen.

 


Grün

Grün stärkt Ihre Fähigkeit zum Ausgleich.

Grün ist eine neutrale Farbe zwischen warm und kühl. Sie steht für Gesundheit, Natur, organisches Wachstum, Nahrung und Verlangen nach Sicherheit.

Der Wald wird als grüne Lunge bezeichnet, der gefährliche Urwald gilt als grüne Hölle, ein Hobbygärtner hat einen grünen Daumen, Städter fahren ins Grüne.

In China ist Grün auch Symbolfarbe für langes Leben und Barmherzigkeit. Es ist die Farbe Johannes des Täufers. Der heilige Michael trägt auf vielen Bildern einen grünen Mantel. Grün war die Lieblingsfarbe Mohammeds, des Propheten; Mohammed trug einen grünen Mantel und einen grünen Turban.

Grün ist die Farbe des Frühlings. Grüne Dinge tun bedeutet bei den alten Ägyptern Gutes hervorbringen. Grün ist die Farbe des Gottes Osiris.

Grün ist die Farbe der beginnenden Liebe, wenn sie sich entfaltet, wenn sie wächst.

Grün ist die Hoffnung, wenn sie keimt, wenn die Saat später Früchte tragen soll.

Wer etwas über den grünen Klee lobt, der urteilt wie ein Rindvieh (diese mögen am liebsten Klee futtern). Die grüne Minna fährt einen ins Gefängnis (grün bezieht sich hier auf die Fahrzeugfarbe und Minna meint Dienstmädchen - hier wird aufgeräumt). Die grüne Welle wünschen wir uns bei der Fahrt durch die Stadt. Grüne Witwen leben fast wie eine Witwe alleine, weil der Mann oft unterwegs ist.

Grün steht aber auch für Unreife, wenn jemand noch hinter den Ohren grün ist oder sich als unerfahrener Grünschnabel zu weit nach vorne traut und auf keinen grünen Zweig kommen wird.

Wenn etwas am grünen Tisch geplant wird, ist der Vorwurf der Realitätsferne damit verbunden (weil der das Arbeitszimmer nicht verlassen hat). Wenn es trotzdem im grünen Bereich bleibt, ist alles in Ordnung. Wenn man die bewährte Arbeit wiederholen kann, folgt dasselbe in Grün.

Wenn es Giftgrün ist, erscheint es ungenießbar. Schimmel ist meist grün.

Grüne Farbe blieb bis in das vorige Jahrhundert oft giftig. Napoleon wurde seine Vorliebe für Grün zum Verhängnis. Aus den grünen Tapeten, Möbelstoffen und dem grün gefärbtem Leder in den Räumen seines Exils in St. Helena trat Arsen aus und sammelte sich zur tödlichen Konzentration an.

Grün hilft bei der Beruhigung überschüssiger Energien.

Als Wandfarbe wirkt Grün eher kühlend - mit Pflanzen im Raum positiv.

Dunkelgrüne Autos erinnern an Droschken (oder an alte englische Sportwagen). Wirken etwas streng und konservativ. Dunkelgrün ist noch schlechter wahrnehmbar als Schwarz. Hellgrüne Autos wirken dagegen leicht, manchmal etwas „giftig“, die Fahrer gelten als kontaktfreudig.

Bei Kleidung gibt Grün das Signal, dass Sie sich nicht in Gefühlen verstricken lassen wollen und dass Sie beharrlich und verlässlich sind.

 


Grün hilft gegen Nervosität und Überreiztheit, fördert die innere Ruhe und wirkt erfrischend. Die Konzentrationsfähigkeit wird verbessert und es bringt Harmonie ins Leben.

 


Blau

Blau stärkt Ihre Besonnenheit.

Die Lieblingsfarbe der meisten Menschen steht für den blauen Himmel und für die Weiten des Meeres - für Luft und Wasser gleichermaßen.

Luft steht für Gedanken, Verstand, Klarheit und Wissen. Wasser steht für Gefühle, Fließen lassen und emotionale Energie. Diese beiden Bereiche verbinden sich im Blau.

Nur über den Verstand werden Gefühle bewusst, werden fassbar und für andere Menschen übersetzt.

Blau ist die positive Seite der Fantasie, es charakterisiert utopische Ideen, deren Verwirklichung in der Ferne liegt (Das Blaue vom Himmel herunterlügen, Blauen Dunst vormachen, Blaues Wunder erlebenins Blaue hinein).

Blau ist die Komplementärfarbe zu Orange - Orange ist die heißeste Farbe des Spektrums.

Blau steht auch für himmlische Mächte; es symbolisiert die Verbindung zum Himmlischen, zum Göttlichen.

Blaue Briefe symbolisieren unangenehme Nachrichten von der Schulleitung, vom Finanzamt oder von der Stadtkasse. Wenn das Wochenende feucht-fröhlich war, genehmigt sich manch einer einen blauen MontagBlaue Jungs fahren meist zur See (Matrosen, Marine). Unser blauer Planet wird hoffentlich nicht so bald seine blaue Stunde erleben, sonst können wir uns die Flasche geben, bis wir blau wie ein Veilchen sind (bis es einem vor der Ohnmacht schwarz oder blau vor Augen wird).

Bleibt nur zu hoffen, dass man noch mit einem blauen Auge davonkommt.

Wenn eine helle grünliche Note zum Blau dazukommt, nennt man es Cyan.

In Räumen wirkt Blau stark kühlend und beruhigend (aber auch etwas ungemütlich) - ideal bei starker Sonneneinstrahlung.

Bei Kleidung vermittelt Blau den Wunsch nach Ruhe und emotionaler Kontrolle. Blau wirkt korrekt, aber nicht so elegant wie Schwarz. Das Indigoblau der Bluejeans ist besonders waschecht und lichtecht.

Blaue Autos wirken vornehm und frisch, weniger distinguiert als schwarz. Blaufahrer sind zuverlässig und vorausschauend, gute Teamarbeiter (aber auch etwas fantasielos).

Blau durfte im Mittelalter jeder tragen (Rot für Adelige). Aber: je leuchtender das Blau eines Kleidungsstückes war, desto höher war der gesellschaftliche Status des Trägers (hängt mit dem damaligen Aufwand für die Farbherstellung zusammen). Das schönste Blau war damals das Königsblau.



Wenn diese Farbe fehlt, lassen Sie etwas mehr Ruhe in Ihr Leben eintreten - Sie müssen nicht überall mitmachen.

Wenn es zu viel Blau gibt, fühlen sie sich vielleicht manchmal etwas einsam oder unverstanden. Kaltes Blau ist eine abweisende Farbe - vermittelt Gefühllosigkeit, Stolz, Härte.

Blau wirkt harmonisierend und entspannend. Nach einem hektischen Tag kann eine blaue Lichtdusche kleine Wunder wirken. Schlafprobleme lassen sich mit einer blauen Glühbirne beheben.

Aber: wenn man sich körperlich und geistig erschöpft fühlt, sollte man Blau nicht wählen, weil die beruhigende Energie dieser Farbe das Gefühl der Kraftlosigkeit vertiefen kann. Menschen, die zu depressiven Stimmungen neigen, sollten ebenfalls Blau meiden und eher Orange oder ein leuchtendes Gelb wählen.

Violett

Violett stärkt Ihre spirituelle Seite.

Bei Violett spielt Intuition, Mystik und Metaphysik eine Rolle. Im Violett verschmelzen die Gegensätze - es verbindet Sinnlichkeit und Geist, Gefühl und Verstand, Liebe und Entsagung. In indischer Symbolik ist Violett die Farbe der Seelenwanderung.

Man schreibt Violett eine reinigende Wirkung auf der feinstofflichen Ebene zu - negative Einflüsse werden aufgelöst. Violett symbolisiert die unheimliche Seite der Fantasie, die Sehnsucht, Unmögliches möglich zu machen.

Violett ist das Künstliche, das Stilisierte. Violett wurde zur Lieblingsfarbe des Jugendstils. Alle Mischfarben werden als zweideutig, unsachlich, unsicher empfunden. Die unsachlichste und zweideutigste von allen ist Violett. Deshalb gilt Violett auch als Farbe der Täuschung und der Untreue.

Violett ist eine Mischung aus Rot und Blau. Lila ist geschwächtes Violett.

Merkwürdig ist die sprachliche Nähe des Violett zur Gewalt: Viola ist das lateinische Wort für Veilchen - violentia ist die Gewalt und violare heißt schänden. Das kann daran liegen, dass die Farbe des Veilchens als Purpur zur Farbe der Macht wurde und diese Macht oft gewaltsam ausgeübt wurde.

Purpur wurde schon im Alten Testament als kostbarste Farbe genannt. Purpur zu tragen, war in der antiken Welt ein höheres Privileg, als Gold zu tragen. Für die katholische Kirche ist Violett die Rangfarbe der Bischöfe und Farbe der Buß- und Fastenzeit.

Violett wird besonders häufig von Schwangeren als Lieblingsfarbe genannt. Das könnte daran liegen, dass Blau mit einem Jungen verbunden wird, Rot mit einem Mädchen. Da die frühe Festlegung auf ein Geschlecht schnell zu Enttäuschungen führen kann, entscheidet man sich womöglich deswegen für eine Mischfarbe zwischen den Geschlechtern (Hauptsache gesund).

Violett wird gern für Yoga- und Meditationsräume genutzt. Während Kur- und Fastenwochen wirkt sich die Farbe besonders positiv aus.

Die FahrerInnen violetter Autos gelten als träumerische Typen mit Hang zur romantischen Sinnlichkeit.

Mit violetter Kleidung fällt man auf: Dieser Mensch möchte etwas verändern und bereinigen zugunsten eines höheren Ideals.



Wenn Violett fehlt, glauben Sie vielleicht nur, was Sie sehen und greifen können - und so gehen Sie womöglich an vielem vorbei (Liebe, Schönheit, höhere Bewusstseinserfahrungen).

Wenn es zu viel davon gibt, könnte dies ein Signal für Weltflucht sein, für Tagträumerei, vielleicht sogar für elitäres Denken, weil man sich für auserwählt hält.

Violett wirkt ausgleichend und regenerierend. Das innere Gleichgewicht wird gefördert, meditative Kräfte geweckt. Es hilft bei fehlendem Vertrauen, lindert Kontrollzwänge und zügelt den Appetit. Es wirkt auch als Konzentrationshilfe.

Schwarz
oooooooo

Schwarz steht für Rückzug, Besinnung oder Abschirmung.

Die Farbe Schwarz (auch, wenn einige sie nicht als Farbe bezeichnen) absorbiert, zieht also Energie an, ohne selbst Energie abzugeben. Schwarze Magie verlangt das Wunder vom Teufel.

Wie bei dem Blick in ein tiefes Loch, sieht man nichts, unergründliche Tiefe, dunkle Nacht. Es gibt auf der Erde kein Material, dass das Licht so stark absorbiert wie schwarzer Samt.

Tod und Trauer werden in vielen Kulturen mit Schwarz verbunden.

Das Attribut Schwarz verweist auf Verbotenes: Schwarzarbeit und Schwarzhandel sind ungesetzlich. Schwarzes Geld wird nicht versteuert. Auch Schnaps wird ohne Steuerabgabe schwarz gebranntil

Schwarze Listen nennen unerwünschte Personen, sitten- und jugendgefährdende Schriften kommen auf die schwarze Liste des Buchhandels. Schwarz ist die Farbe vieler geheimer Organisationen (die Schwarze Hand des serbischen Geheimbundes bis zum Klu-Klux-Klan). Legendär ist die schwarze Piratenflagge mit Totenkopf.

Schwarz auf weiß ist es schriftlich nachzulesen. Wer etwas in den schwärzesten Farben darstellt, vermittelt pessimistische Ansichten und bringt andere dazu, etwas durch die schwarze Brille zu sehen. Dann kann man auf bessere Stimmung warten, bis man schwarz wird (solange, bis man gestorben ist und der Körper sich durch die Verwesung dunkel verfärbt). Jetzt wird ihn aber hoffentlich nicht schwarz vor Augen, weil Sie einer Ohnmacht nahe sind. Das Ereignis könnten Sie dann am Schwarzen Brett nachlesen.

Wer den Schwarzen Peter zugeschoben bekommt, ist ebenfalls in einer undankbaren Situation, weil man ihm die Schuld für etwas zuweist. Dann wird jemandem nicht einmal das Schwarze unter den Fingernägeln gegönnt. Da hilft auch keine Schwarze Kunst mit dem Ausspruch Hokuspokus Fidibus, dreimal schwarzer KaterSchwarze Kunst kann übrigens auch die Buchdruckerei meinen.

Schwarze Schafe können dennoch weiße Wolle tragen, müssen aber nicht eine schwarze Seele haben, nur weil sie etwas anders als der Rest der Familie sind.

Ein Raum mit viel Schwarz kann Depressionen auslösen. Schwarz gestrichene Räume wirken sehr viel kleiner als helle Räume. Schwarze Möbel beherrschen den Raum. In heller Umgebung wirken schwarze Möbel schnell schäbig.

Schwarze Autos wirken vornehm, solide, schwer. Die Fahrer gelten als selbstbewusst bis autoritär, als ehrgeizige Erfolgsmenschen, räumen sich gerne selbst die Vorfahrt großzügig ein.

Die Tin Lizzie, das Modell T von Ford, gab es in jeder Farbe, sofern sie schwarz war (brauchte nur eine Lackierstraße und trocknete schneller).

Wer ständig schwarze Kleidung trägt, will womöglich etwas verbergen: Unsicherheit oder Machtansprüche - aber schwarze Kleidung kann auch sehr elegant und attraktiv wirken. In schlichten Cowboyfilmen tragen die Bösewichter schwarze, die Kämpfer für Gerechtigkeit weiße Hüte.



Wenn Schwarz fehlt, haben Sie vielleicht Sorge vor Stillstand und Ungewissheit. Probieren Sie mal schwarze Bettwäsche aus.

Wenn es zu viel Schwarz gibt, kann dies Abkapselung oder sogar Lebensverneinung signalisieren. Dominanz von Schwarz kann auch zur Einschüchterung und als Verdeutlichung von Machtausübung dienen.

Grau

Grau schafft einen Ausgleich zwischen kreativer Eigenständigkeit und Anpassung an die Umwelt.

Mit Grau möchte man nicht auffallen, man verzichtet auf eine akzentuierende Stellungnahme. Grau bleibt variabel für Bewegungen zu farbigen Inhalten oder zu Aufhellungen oder Abdunkelungen. Es bleibt neutral, dezent und unbesetzt.

Grau ist die Farbe aller trüben Gefühle: von der Sorge bis zur Langeweile. Grau ist konformistisch - wie es eingeschätzt wird, hängt stark von der Umgebung ab.

Grau ist die Farbe allen Elends, das die Lebensfreude zerstört. Wer Sorgen hat, bekommt ein fahles Gesicht und - manchmal sogar über Nacht - graue Haare.  Graue Haare sind für eine graue Eminenz allerdings keine Bedingung. Gray areas nennt man in Amerika Gebiete mit besonders hoher Arbeitslosigkeit.

Graue Mäuse sind unscheinbar bis Durchschnittlich - egal: Nachts sind alle Katzen grau.

Was bedeutet der Buch-Titel "Fifty Shades of Grey"? Abgesehen davon, dass die Hauptperson Grey heißt, ist es eine Anspielung darauf, dass es in der Persönlichkeit der Menschen und vor allem in ihrer Sexualität mehr Schattierungen gibt, als wir auf den ersten Blick sehen können. Das menschliche Auge kann laut wissenschaftlichen Studien 32 Abstufungen von Grau unterscheiden, also bleiben 18 verborgen (Forum-Beitrag von "gibtsdochnicht").

Grau ist eine leise Farbe, Symbol des stillen Schmerzes. Bei Beerdigungen tragen Trauernde, die dem Toten nicht so nahe standen, lediglich Grau - die näheren Angehörigen tragen Schwarz.

Regen, Nebel, schneelose Kälte und die Farbe Grau gehören zusammen. Wetterfühlige Menschen neigen dazu, ihre schlechte Laune an Regentagen durch graue Regenmäntel und graue Regenschirme zu verstärken. Grau ist die Farbe der Schlechtwetterzeit - ein Sommerkleid in Grau erscheint als Widerspruch.

Der graue Alltag ist auch bei Sonnenschein langweilig und trübe.

In Räumen kann Grau Seriosität vermitteln - aber auch Indifferenz, Durchschnitt und Stagnation. Positive Deutungen für Grau gibt es auch mit der Verbindung zur Nachdenklichkeit - mit Weiß zusammen vermittelt es Sachlichkeit, Funktionalität und Neutralität.

Graue Autos gehören zu den vielseitigen Gebrauchswagen. Die Entfernung eines grauen Wagens wird leicht überschätzt. 

Graue Autos werden oft in der Werbefotografie benutzt, weil die Formen besser zur Geltung kommen.

Graufahrer gelten als umsichtig bis überkorrekt, legen Wert auf Sicherheit und haben wenig Verständnis für die Fehler anderer Verkehrsteilnehmer. Silberfahrer haben Sinn für Stil - können sich aber auch für etwas Besseres halten.

Graue Kleidung vermittelt Unsicherheit und sogar Angst, zu sehr aufzufallen (wenn Grau dominiert).



Wenn Grau fehlt, gibt es oft den Drang, immer aktiv zu sein und keine Pausen zuzulassen; die Zurückhaltung anderer Menschen wird nicht verstanden. Grau kann wilde Energien beruhigen - gilt aber nicht als Heilfarbe zur Beruhigung.

Sind Sie wetterfühlig? Dann versuchen sie es mal mit farbiger Regenkleidung - oder zumindest mit farbigen Regenschirmen.

Wenn es zu viel Grau gibt, wird der Selbstwert geschwächt und eine eher sorgenvolle, ängstliche Lebenseinstellung gefördert. Geben Sie einige weiße Elemente dazu (Kissen, Blumen, Vorhänge, Bilder).

Weiß

Weiß steht für den Anfang, für Wahrheit und Vielfalt.

Weiß symbolisiert den Weg zur Vervollkommnung, das Licht, vermittelt Unberührtheit und unbefleckte Unschuld oder auch das Nichts, die Leere, die Stille, alles ist noch möglich. Weiß kann feierlich wirken (weißes Tischtuch, weißes Hemd) und Ruhe in ein farbig bewegtes Umfeld bringen.

Zeus erschien Europa als weißer Stier, Leda erschien er als Schwan. Der heilige Geist zeigt sich als weiße Taube. Christus ist das weiße Lamm. Das weiße Einhorn ist das Symboltier der Jungfrau Maria. Im Buddhismus ist die weiße Lotusblüte das Symbol der Auferstehung. Bei den Ägyptern war Weiß die Farbe der Freude und des Glücks.

Der Weiße Tod findet sich in einer Lawine und durch Erfrieren im Schnee. Weiße Flecken auf der Landkarte bezeichnen unbekannte Gebiete. Halbgötter in Weiß sollte man aufsuchen, wenn man weiße Mäuse sieht. Manch einen bringt es zur Weißglut, wenn es keine weiße Weihnachten gibt.

Die klassische Antike der Römer und Griechen war keineswegs in Weiß gehalten - man kleidete sich in farbenfrohen Gewändern.

Weiß gegen Schwarz, das ist der Kampf des Guten gegen das Böse, der Tag gegen die Nacht, Gott gegen den Teufel. Weiße Magie ruft das Gute zu Hilfe (schwarze Magie den Teufel). Weiß ist der Anfang, Schwarz das Ende, die weiße Flagge signalisiert das Aufgeben eines Kampfes.

Der Weiße Ring setzt sich für unschuldige Opfer von Kriminalität ein.

In einigen Kulturen ist Weiß die Trauerfarbe (ungebleichte schlichte Stoffe - nicht glänzend oder strahlend weiß).

Im physikalischen Sinn ist Weiß mehr als eine Farbe: Ein Prisma zerlegt farbloses Licht in sein farbiges Spektrum. Weiß ist die Summe aller Farben. Für die Impressionisten war Weiß die Nichtfarbe.

Unsere wichtigste Nahrungspflanze hat der Farbe Weiß den Namen gegeben - Weiß und Weizen gehören sprachlich zusammen.

Vor allem kreative Menschen brauchen oft viel Weiß um sich herum, wodurch sich ihnen Weite und Offenheit bis zur Leere und Kühle vermittelt. 

Weiße Autos werden bei fast jeder Witterung besser gesehen - außer im Schnee. Im Winter wirken sie schneller schmutzig. Fahrer dieser Autos gelten als unauffällig und sensibel, zurückhaltend und pflichtbewusst. Manch einer sagt, dass Weiß das neue Schwarz ist.

Weiße Kleidung signalisiert Klarheit, Sauberkeit und Hang zum Perfektionismus - wer nur Weiß trägt, zeigt aber auch eine übersteigerte Selbstdarstellung.


Wenn Weiß fehlt, haben Sie vielleicht Angst vor Leere, vor dem Nichts, vor der Form- und Gestaltlosigkeit. Probieren Sie es mit weißen Kissen auf dem Sofa.

Wenn es zu viel Weiß gibt, kann das eine heftige Reaktion nach Klärungsprozessen zeigen. Angesichts der visuellen Reizüberflutung um uns herum, kann Weiß sehr wohltuend sein.

Es kann aber auch fehlende Orientierung und mangelnde Bodenhaftung vermitteln, wenn es dominiert. Auch der Eindruck von Sterilität kann sich vermitteln.

Weiß wirkt klärend und reinigend; es verschafft Klarheit.





  

Quellen:

 

Farben, Welsch/Liebmann, Spektrum

Das Sechsfarben-Denken, Edward de Bono, Econ

Internetquellen, div.

Meine Kraftfarben finden, Ingrid Kraaz von Rohr, Urania

Mensch und Farbe, Heinrich Frieling, Heyne

Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten, Duden

Wie Farben wirken, Eva Heller, rororo









1406